Busenvergrößerung: Risiken und Komplikationen

Busenvergrößerung

Chirurgische Eingriffe sind niemals ohne Risiko. Zur Vermeidung von allergischen Reaktionen sollten Sie Ihrem Chirurgen und Anästhesisten vor dem Eingriff sämtliche bekannten Allergien und Empfindlichkeiten ausführlich schildern. Mit modernen Verfahren lassen sich Narkose- und Infektionsrisiken sowie Nachblutungen oder Wundheilungsstörungen in den meisten Fällen ausschließen oder gut beherrschen. Voraussetzungen dafür sind die professionelle medizinische Betreuung und eine sorgfältige Wundbehandlung zuhause. Diese können ebenfalls eine unschöne Narbenbildung weitgehend verhindert und insofern zu einem Erfolg des Eingriffs beitragen.

Das bekannteste spezifische Risiko einer Busenvergrößerung mit Silikonimplantaten ist die Verkapselung der Silikonkissen, die sogenannte Kapselfibrose. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Abwehrreaktion des Körpers, der um das Implantat herum Gewebe bildet, das sich stark zusammenzieht und so das Kissen "verkapselt". Selbst ohne eine Verkapselung kann es in Einzelfällen zu einem unangenehmen Fremdkörpergefühl in den Brüsten kommen. Auch eine Verlagerung des Kissens ist möglich. Dank verbesserter Hüllenstrukturen und -materialien sind diese Komplikationen heute selten geworden. Sollte es dennoch soweit kommen, ist eine Folgeoperation, bei der Kapsel und altes Implantat entfernt werden, notwendig.

Während auch andere früher häufigere Folgen wie das Auslaufen der Implantate heute selten geworden sind, gibt es für andere Probleme keine endgültige Lösung. So kann es bei Implantatfüllungen aus Kochsalzlösung im Lauf der Zeit zu einem deutlich spürbaren Volumenverlust kommen. Diese Veränderungen sind in den meisten Fällen problemlos nachzuarbeiten, bedeuten aber trotzdem einen gewissen Aufwand.

Falls das brustvergrößernde Implantat eine nicht proportional zum Körper passende Größe erreicht, sind Schäden der Wirbelsäule und des restlichen Halteapparates wahrscheinlich. Außerdem führen zu große Brüste, ob operiert oder natürlichen Ursprungs, zu Schmerzen beim Sport und zu Bewegungseinschränkungen. Auch nachträgliche Veränderungen des Körpers wie Gewichtsveränderungen oder Schwangerschaften können das Operationsergebnis negativ beeinflussen. Falls die Brustvergrößerung ein soziales oder psychologisches Problem heilen soll, sind meistens enttäuschte Erwartungen vorprogrammiert. Diese potentiellen Spätfolgen sollten Ihnen vor allem bewusst sein, wenn Sie sich in jungen Jahren für eine Brustvergrößerung interessieren.

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